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Der Navigation Raum verschaffen
Ein Besucher muss sich auf einer Site zurecht finden:
woher komme ich, wo bin ich, wohin kann ich gehen. Obwohl
die Beantwortung dieser Fragen wichtig ist für den
Erfolg einer Website, gibt man der Navigation normalerweise
nur einen untergeordneten Raum im Layout. In unserem Layout
nimmt die Navigation fast die Hälfte des Raumes ein,
wodurch im Layout manifestiert wird, dass Navigation und
Orientierung denselben Stellenwert einnehmen, wie der
Inhalt.
Trennung von Navigation und Content
Ein Fehler, der häufig gemacht wird, ist den Content
noch zusätzlich mit Links zu füllen. Der Besucher
wird hier in seinem Lesefluss gestört, weil er entscheiden
muss, ob er dem Link folgt oder weiter lesen soll. Akzeptabler
sind hier eher die sogenannten themenverwandten Links,
die oft in der rechten Spalte aufgelistet werden.
Wir haben auf unserer Website nur dann Links in den Content
eingebaut, um physikalisch vorhandene Seiten zu einer
logischen Einheit zu verknüpfen. Themenverwandte
Links erscheinen auch in der Navigationsspalte. So erreichen
wir eine klare Trennung zwischen Navigation und Content,
zwischen Bedienung und Benutzung.
Netztopologische Struktur
Wenn man wenige Elemente strukturiert, z.B. den Einkaufszettel,
dann wählt man die Liste als Methode.
Ab ca. 10-50 Elementen (das hängt ab von der Homogenität
der Elemente) wird eine Liste unübersichtlich, hier
nimmt man die hierarchische Strukturierung als Methode.
Die Dateien und Ordner auf einem Computer sind zum Beispiel
so organisiert.
Ab 250-1000 Elementen wird auch dies unübersichtlich
und da kommt die netztopologische Struktur ins Spiel.
Hierbei wird der Tatsache Geltung verschafft, dass ein
Thema nicht nur einem Hauptthema, sondern mehreren untergeordnet
sein kann. Dies ist bei den üblichen hierarchischen
Navigationskonzepten unmöglich. Wenn Sie viel mit
Rechnern zu tun haben, ist es Ihnen wahrscheinlich auch
schon mal passiert, dass Sie nicht wussten, in welches
Verzeichnis die neue Datei jetzt rein soll, weil die Datei
eigentlich zu zwei Ordnern (Kategorien) gehört.
In einer netztopologischen Struktur gibt es keine Haupt
und Unter und Unterunter. Es gibt nur ein Nebeneinander.
Wichtige Elemente (Knoten) zeichnen sich dadurch aus,
dass viele Verbindungen (Kanten) von ihnen ausgehen bzw.
zu ihnen hinführen. Städte und Straßen
können hier als Modell dienen. Große Städte
haben viele Ein-/Ausfallsstraßen, die sie mit Nachbarorten
(gehören zum Kontext der Stadt), aber auch zu anderen
Städten verbinden (Kontextwechsel). Die Stärke
der Verbindung (Kantengewichtung) zeigt sich in der Art
der Straße (Weg, Strasse, Autobahn).
Steigt die Zahl der Elemente noch weiter an, z.B. über
100 000, dann reicht auch eine einfache netztopologische
Struktur nicht mehr aus. Man muss sie verfeinern.
Vernetzt man 100 000 Elemente, dann wird man feststellen,
dass sich Cluster bilden, also Elementansammlungen (Knotencluster),
die stärker zusammen gehören als andere Elemente,
die wiederum zu anderen Knotencluster gehören.
Als Anschauungsmodel können auch Städte und
Straßen dienen, nur das Häuser und Gassen mit
hinzukommen. Städte sind Knotencluster. Häuser
sind Elemente, die über Gassen, Wege, Straßen
und Stadtautobahnen eng miteinander vernetzt sind. Ein-
und ausgehende Straßen führen zu den naheliegenden
Satellitenclustern (Vororten), die wiederum eine eigene
Einheit bilden, aber noch recht eng mit der Stadt verbunden
sind.

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